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Buchhaltung

Buchhaltungseinstellungen: Steuern, Buchungskonten, Kostenstellen

Finanzamt, Versteuerungsart, Kontenrahmen, zusätzliche Buchungskonten, DATEV- und Exportformat sowie Kostenstellen einstellen.

Unter Buchhaltung → Einstellungen legen Sie die steuerlichen Grunddaten Ihres Unternehmens, den Kontenrahmen, die Angaben für den DATEV-Export und Ihre Kostenstellen fest. Diese Einstellungen wirken sich auf die Auswertungen, die Umsatzsteuer-Voranmeldung und den Datenexport aus.

Voraussetzungen

  • Steuern, Buchungskonten und Exporte erreichen Sie in jedem Tarif. Zum Ändern brauchen Sie die Berechtigung Bearbeiten im Bereich Buchhaltungskonfiguration.
  • Kostenstellen gibt es, wenn Ihr Tarif Kostenstellen enthält. Dafür gelten die Berechtigungen im Bereich Kostenstellen (siehe Benutzer und Berechtigungen verwalten).

Die Reiter im Überblick

  • Übersicht: Einstieg mit Verweisen auf die einzelnen Bereiche.
  • Steuern: Finanzamt, Versteuerungsart und Gewinnermittlung.
  • Buchungskonten: Kontenrahmen und zusätzliche Buchungskonten für Belege.
  • Exporte: DATEV, Steuerberater und Zahlenformat für Exporte.
  • Kostenstellen: Kostenstellen für die Zuordnung von Buchungen.

Steuern einstellen

  1. Öffnen Sie Buchhaltung → Einstellungen und wechseln Sie zum Reiter Steuern.
  2. Tragen Sie im Abschnitt Finanzamt den Finanzamtname und die Finanzamtnummer ein.
  3. Wählen Sie im Abschnitt Versteuerung & Gewinnermittlung:

- Versteuerungsart: Soll-Versteuerung, Ist-Versteuerung oder Kleinunternehmer

- Gewinnermittlung: EÜR oder GuV

- USt-Voranmeldung: Monatlich, Vierteljährlich oder Jährlich

- Wirtschaftsjahr Start

  1. Speichern Sie.

Stimmen Sie diese Angaben mit Ihrer Steuerberatung ab. Die Versteuerungsart bestimmt zum Beispiel, ob Umsätze in der Umsatzsteuer-Voranmeldung nach Leistungszeitpunkt oder nach Zahlungseingang zählen (siehe Umsatzsteuer-Voranmeldung).

Bei Kleinunternehmer entfällt die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Neue Positionen in Angeboten und Rechnungen starten mit 0 % Umsatzsteuer. Belege behalten Ihren Standard-Steuersatz, weil Lieferanten weiter Umsatzsteuer berechnen. Auf Rechnungen und Gutschriften ohne Umsatzsteuer steht der Hinweis nach § 19 UStG, auch in der E-Rechnung. Den Hinweis schalten Sie aus, wenn Sie den Satz selbst als Textvorlage hinterlegen. Die Gewinnermittlung steht dann auf EÜR. Eine Kapitalgesellschaft kann sie auf GuV zurückstellen. Wechseln Sie später zur Soll- oder Ist-Versteuerung, gilt wieder Ihr Standard-Steuersatz und die Voranmeldung steht auf vierteljährlich.

Steuersätze verwalten Sie hier nicht. Den Steuersatz tragen Sie je Position ein. Vorbelegt wird der Standard Umsatzsteuersatz aus System → Einstellungen → Voreinstellungen (siehe Unternehmensdaten und Voreinstellungen pflegen).

Kontenrahmen und Buchungskonten

  1. Wechseln Sie zum Reiter Buchungskonten.
  2. Wählen Sie unter Kontenrahmen SKR 03 oder SKR 04.
  3. Unter Zusätzliche Buchungskonten ergänzen Sie bei Bedarf eigene Konten. Klicken Sie auf Konto hinzufügen und erfassen Sie Kontonummer, Bezeichnung, Kategorie und ob das Konto Abschreibungsfähig ist.
  4. Speichern Sie.

Die zusätzlichen Konten stehen danach beim Kategorisieren von Belegen zur Verfügung (siehe Kontenrahmen SKR03 und SKR04 und Belege kategorisieren).

Exporte einstellen

  1. Wechseln Sie zum Reiter Exporte.
  2. Im Abschnitt DATEV tragen Sie DATEV Beraternummer und DATEV Mandantennummer ein und wählen das Buchungsverfahren: Automatik (Automatikkonten) oder Expliziter Steuer-Split. Fragen Sie Ihre Steuerberatung, welches Verfahren sie erwartet.
  3. Unter Steuerberater hinterlegen Sie die E-Mail-Adresse, an die fertige Exporte standardmäßig versendet werden.
  4. Im Abschnitt Zahlenformat wählen Sie das Betragsformat in Exporten (Cent oder Dezimalbetrag) und bei Dezimalbeträgen das Dezimaltrennzeichen.
  5. Speichern Sie.

Wie Sie einen Export erstellen, lesen Sie unter Datenexport für Steuerberatung und DATEV.

Kostenstellen anlegen

  1. Wechseln Sie zum Reiter Kostenstellen.
  2. Klicken Sie auf Erstellen. Der Dialog Kostenstelle anlegen öffnet sich.
  3. Erfassen Sie Code und Name. Optional tragen Sie eine Buchungskontonummer aus dem Kontenrahmen ein.
  4. Speichern Sie.

Kostenstellen ordnen Sie Belegen, Dokumenten und Aufträgen zu. In den Auswertungen EÜR, GuV, BWA und SuSa filtern Sie danach (siehe Betriebswirtschaftliche Auswertungen: EÜR, GuV, BWA, SuSa, OPOS).

Hinweise

  • Legen Sie Kontenrahmen und Kostenstellen fest, bevor Sie viele Belege erfassen. Nachträgliches Umkategorisieren ist aufwendig.
  • Ein Wechsel des Kontenrahmens sollte mit der Steuerberatung abgestimmt werden, weil bereits kategorisierte Belege gegebenenfalls neu zugeordnet werden müssen.

Typische Fehler und Lösungen

„Kein Zugriff auf Buchhaltungseinstellungen“

Ihrer Rolle fehlt die Berechtigung im Bereich Buchhaltungskonfiguration. Eine Administratorin oder ein Administrator kann sie unter System → Benutzer vergeben.

Die Steuerberatung kann den DATEV-Export nicht einlesen.

Prüfen Sie Berater- und Mandantennummer, das Buchungsverfahren und das Zahlenformat im Reiter Exporte.

Ein eigenes Konto fehlt bei der Belegkategorisierung.

Prüfen Sie, ob das Konto unter Zusätzliche Buchungskonten gespeichert wurde und die passende Kategorie hat.

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