Was zählt als E-Rechnung? Link zu diesem Abschnitt
Nach dem Umsatzsteuergesetz ist eine elektronische Rechnung eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Das Format muss der europäischen Norm EN 16931 entsprechen oder damit interoperabel vereinbart sein. Ein PDF ohne diese strukturierten Daten ist in der Regel eine sonstige Rechnung, auch wenn es digital versendet wird.
Strukturiert heißt: Beträge, Steuersätze, Parteien und Referenzen stehen in einem XML-Datensatz, den Systeme auslesen können. Menschen lesen weiter das PDF. Hybride Formate wie ZUGFeRD verbinden beides: sichtbares PDF plus eingebettetes XML. Reine XML-Formate wie XRechnung sind für manche Empfänger (oft öffentlicher Sektor) üblich. Jupiter ERP stellt ausgehend ZUGFeRD 2.x mit Profil EN 16931 im PDF bereit, lädt für Behörden XRechnung 3.0 herunter und liest eingehende XRechnung-Dateien als Kostenbeleg.
Ob Ihre konkreten Umsätze unter Empfangs- oder Ausstellungspflichten fallen, hängt von Beteiligten, Zeitraum und etwaigen Übergangsregeln ab. Dieser Artikel ist eine technische und organisatorische Orientierung, keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.
Praktisch hilft eine kurze Inventur: Welche Kunden verlangen schon strukturierte Rechnungen? Welche Lieferanten senden ZUGFeRD oder XRechnung? Wer liest eingehende Dateien in Ihrem Team? Ohne klare Zuständigkeit landen E-Mails mit Anhängen im Postfach und werden nicht archiviert.
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