Was unterscheidet EÜR und GuV im Kern? Link zu diesem Abschnitt
Beide Auswertungen beantworten dieselbe betriebswirtschaftliche Frage: Wie hoch ist der Gewinn? Sie kommen mit unterschiedlichen Regeln zum Ergebnis. Die EÜR folgt dem Zufluss- und Abflussprinzip. Entscheidend ist das Zahlungsdatum. Die GuV ordnet Erträge und Aufwendungen dem Zeitraum zu, in den sie wirtschaftlich gehören. Entscheidend ist das Belegdatum bzw. die Periode.
Ein praktisches Beispiel: Sie stellen im Dezember eine Rechnung aus, der Kunde zahlt im Januar. In der EÜR zählt die Einnahme im Januar. In der GuV gehört der Erlös in den Dezember, wenn die Leistung dort erbracht und der Beleg dort datiert ist. Dasselbe gilt spiegelbildlich für Ausgaben und Kostenbelege.
Deshalb können EÜR und GuV im selben Kalenderjahr unterschiedliche Zwischenergebnisse zeigen, obwohl dieselben Belege zugrunde liegen. Das folgt aus den Prinzipien, nicht aus einem Softwarefehler. Welche Darstellung für Ihre Steuererklärung und Ihren Jahresabschluss zählt, hängt von Ihren gesetzlichen Pflichten ab, nicht vom Report-Button.
| Merkmal | EÜR | GuV |
|---|---|---|
| Leitprinzip | Zufluss und Abfluss | Periodenabgrenzung |
| Maßgebliches Datum | Zahlungsdatum | Belegdatum / Periode |
| Typischer Kontext | Einnahmen-Überschuss-Rechner | Doppelte Buchführung / Bilanz |
| In Jupiter ERP | Bericht nach Zahlung | Bericht nach Beleg, Kontengruppen |
| Export | CSV und PDF | CSV und PDF |


